Montag, 28. Juli 2008

Berlin, Berlin...

Am Samstag hatte der neue Film von Detlev Buck Premiere. Der über die EM. Aus diesen ganzen Fan-Videos bei YouTube. 23 Tage heißt der, und natürlich soll der so bisschen auch das neue Sommermärchen sein und diese ganze Begeisterung während der EM noch mal zeigen. Und da war Daniel also mit mir in Berlin, im Sony-Center, da wo der Kerner und der Klopp während der WM immer gequatscht haben, und da lief jetzt also der Film, und der Daniel und ich waren mit dabei, also: auch im Film selbst, weil die da was eingebaut hatten, von unserem EM-Blabla unten immer im Café vor der Redaktion.

Wir waren da also paar Mal zu sehen, zusammen mit dem Tiger, der Kralle von Kreuzberg, der jeden Tag sein Süper-EM-Stüdio gemacht hat, und diesen beiden Jungs, die mit der Mofa bis nach Wien zum Finale geeiert sind, und all diesen anderen bisschen verrückten Leuten auf YouTube, die sich teilweise wirklich witzige Sachen ausgedacht hatten. Und das war alles ganz lustig, aber schon auch: bisschen strange, und daher gibt's jetzt hier mal paar Eindrücke von der Premiere.


# Film: Ging knapp ne Stunde. Vorher dachten wir: bisschen knapp. Nachher dachten wir: passt so. Schon sehr schnell geschnitten alles, wie ein langer Video-Clip, und zumindest mich überfordert das manchmal. Bin nicht so für Hektik, fühl mich da immer bisschen überflutet. Ne Stunde war aber ne gute Zeit. Unterm Strich: war witzig, hatte Drive, machte Spaß, kaum Längen, gute Ideen.

# YouTube: Bemerkenswert, was sich da einige so alles überlegt hatten. Was für einen Aufwand manche betrieben haben. Die Mofa-Jungs zum Beispiel studieren was mit Film, und die haben das alles richtig durchgeplant, und insgesamt ist das auch wirklich sehr stark geworden, was die da gemacht haben. Wir haben sehr gelacht. Auch diese ganzen Stop-Motion-Dinger: sehr geil.

# Party: Paar Verrückte waren dabei. Muss man sagen. Einer hatte ne Schweinsmaske auf. Und wir haben erst wirklich überhaupt gar nicht den Gag kapiert. Was für einen Auftrag der da jetzt hat. Haben wir ihn also gefragt. Aber kaum was verstanden, wegen der Maske. Und irgendwann merken wir: Der spricht nur Italienisch. Und plötzlich schnallen wir den Gag: Der ist Schweini!

# Drumherum: Bisschen strange. Am Eingang: roter Teppich, Kameras, Buck gab Interviews, Tiger posierte. Wir: versuchten, mehr so außen rum zu gehen. Kam man aber nicht rein, so. Mussten wir also über den Teppich. Wollte einer Fotos machen. Von uns. Stellen wir uns also so hin, da sagt der echt: "Nee, Jungs, anders rum! So wie im Film!" Haben wir uns bisschen gewundert.

# Buck: Kam gleich lachend auf uns zu. Sagte, es hätten ihn schon viele gefragt, ob wir wirklich so wären, wie im Film. Haben wir die Frage erst gar nicht verstanden. "Äh, ja, wie denn sonst?", fragten wir zurück. Fand der lustig, hat uns aber nicht geglaubt, glaube ich. Haben dann später noch bisschen was mit dem getrunken. Danach hat ers dann doch geglaubt, glaube ich.

# Getränke: Da waren wir kurz geschockt. Die wollten uns so Kärtchen andrehen. Mit Punkten drauf. Für jedes Getränk wurden dann welche davon gestrichen. Und da waren nur zwanzig drauf. Jedes Bier aber: drei Punkte! So nicht!, hat der Daniel dann gesagt, und erstmal so zwei YouTube-Anstecker besorgt, mit denen man dann alles für umsonst bekam. Ging dann besser, alles.

# Hotel: Der Plan war: Das verwüsten wir noch bisschen. Hatten wir uns so überlegt. Wenn man auf nem Kinoplakat mit drauf ist, darf man auch bisschen ausrasten, fanden wir. Haben wir aber gelassen, dann. Weil: zu betrunken, spät nachts, da hätten wir das gar nicht mehr hingekriegt, und: zu viel Kopf am nächsten Morgen, da wär das viel zu laut gewesen. Blieb also ganz, alles, im Hotel.

# Ende: Mehr gibt's jetzt nicht. Der Film läuft ab Donnerstag in den Kinos. Aber nur in zehn Städten: Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Bremen, Dortmund, Düsseldorf, Kassel, Leipzig, Mainz. Eintritt: zwo Euro dreißig. Geht also. Morgen gibt's dann hier erstmal das Video, hoffentlich, wenn das was geworden ist, und wir das mit dem Schneiden hinbekommen.